Schadensersatz

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Wir haben schon oben gehört, dass dem Konkurrenten (nicht dem Abmahnverein) auch Schadensersatzansprüche zustehen, wenn der Wettbewerbsverletzer vorsätzlich oder fahrlässig unlauter geworben hat. Es muss sich um einen direkten Wettbewerber handeln, der um die gleichen Kunden wirbt. Wettbewerber am anderen Ende der Republik, die von Ihrer (unlauteren) Werbung nur abstrakt betroffen sein können, haben auch keinen Schadensersatzanspruch. In der Praxis ist es höchst schwierig einen Schaden wirklich darzulegen und zu beweisen. Wie will man konkret ermitteln, wie viel Umsatzeinbuße die irreführende Werbeanzeige eines Konkurrenten wirklich gebracht hat? Das Gesetz kennt zwar Erleichterungen, denn der Richter darf bei genügenden Anhaltspunkten und Darlegungen (Sachverständigengutachten etc.) die Höhe des Schadens schätzen. Dennoch stellt sich hier häufig die größte Hürde für die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches. Meist wird zunächst nur verlangt, dass der Verletzer anerkennt, das er aufgrund seiner Werbung verursachte Schadensersatzverpflichtungen generell anerkennt. Der Verletzte hat dann Zeit Indizien und Anhaltspunkte zur Schadensfeststellung zu sammeln oder später einen Betrag mit dem Gegner auszuhandeln.