Abmahnkosten

Sie sind hier:  >>> Abmahnkosten 

Die Kosten einer Abmahnung richten sich nach dem Gegenstandswert der Sache. Der wiederum richtet sich nach dem wirtschaftlichen Interesse des Abmahners. Gegenstandswerte von 15.000 bis 30.000 Euro in Wettbewerbsangelegenheiten und ab 25.000 Euro, regelmäßig 50.000 bis 100.000 Euro in Firmenrechtsangelegenheiten und Markenangelegenheiten sind häufig anzutreffen. Weiterer Kostenfaktor ist der anzusetzende Gebührenwert. In Wettbewerbssachen wird man meist argumentieren können, dass die regelmäßige Gebühr mit dem Faktor 1,3 wegen der Spezialmaterie auf 1,5 erhöht werden kann. Kostenerhöhend könnte auch noch eine Mehrheit von Auftraggebern werden. Hier eine kleine Kostenübersicht nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) Werte bei Faktor 1,5 und einem Auftraggeber als Abmahner:

Prinzipiell kostet die Beratung bzw. Rechtsverteidigung des Abgemahnten genau soviel. Aber viele Anwälte berechnen hier etwas weniger.

Gegenstandswert Abmahnkosten netto (inkl. Postpauschale ggf. zzgl. Auslagen) Stand 04.11.2013

Gegenstandswert Nettokosten
7.500,-- Euro 612,80 Euro
10.000,-- Euro 745,40 Euro
15.000,-- Euro 865,-- Euro
20.000,-- Euro 984,60 Euro
25.000,-- Euro 1.044,40 Euro
50.000,-- Euro 1.531,90 Euro
100.000,-- Euro 1973,90 Euro

Übrigens:

BGH, Urteil vom 24.09.2013 - I ZR 219/12

Die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung stellt nur in seltenen Fällen ein Anerkenntnis des Unterlassungsanspruchs und der Abmahnkosten dar. Gegen die Kosten lässt sich also gelegentlich noch etwas unternehmen.